Wie wählst du eine KI-SEO-Agentur aus?

Miss jede KI-SEO-Agentur an dem, was Google, Bing und OpenAI veröffentlichen. Eine gute Agentur beginnt mit deiner technischen Basis und deinen besten Seiten, trennt Belegtes von Experimenten und berichtet mit deinen eigenen Daten aus Search Console und Bing. Garantierte Zitate, Massenseiten und Geheimtricks sind Ausschlussgründe.
Dieser Leitfaden ist für Gründer und Marketingverantwortliche mit zwei oder drei Angeboten auf dem Tisch, die Substanz nicht von Schlagworten trennen können. Du bekommst die Warnsignale mit ihren Primärquellen, die Fragen für das erste Gespräch samt einer guten Antwort, eine Bewertungsmatrix mit Schwellenwerten und eine klare Grenze: was eine Agentur leisten kann und was in deinem Unternehmen bleibt. Für das Gesamtbild fang mit dem Leitfaden an, wie sich SEO verändert, wenn KI die Suche beantwortet.
Was sollte eine KI-SEO-Agentur tatsächlich für dich tun?
Eine KI-SEO-Agentur macht deine Website für KI-Antworten zugänglich, lesbar und zitierwürdig. Das ist vor allem gründlich gemachtes SEO. Google sagt, dass die Optimierung für generative KI-Suche aus seiner Sicht weiterhin SEO ist. Seine eigene Seite zur Auswahl eines SEO nennt Optimierung für generative KI als Leistung, die ein guter Anbieter erbringen kann.
Der sinnvolle Umfang ist eng und konkret:
- Zugang und Eignung. Crawler-Regeln, CDN-Einstellungen, Index- und Snippet-Steuerung, die KI-Einstellung in der Search Console.
- Deine besten Seiten. Die Seiten neu strukturieren, die schon Impressionen bekommen oder beantworten, was Käufer fragen, mit Quellen und einer klaren Antwort pro Abschnitt.
- Entität und Reputation. Einheitliche Unternehmensdaten und echte Erwähnungen auf Seiten, die deine Käufer lesen.
- Messung. Berichte auf Basis von Search Console, Bing Webmaster Tools und deinen Anfragedaten.
Gibt ein Angebot den Großteil seines Budgets anderswo aus, frag nach dem Grund. Was du zuerst beheben solltest, steht in der Prüfliste wie du deine Website für die KI-Suche optimierst.

Bei welchen Versprechen solltest du abbrechen?
Brich ab, wenn eine Agentur Rankings oder KI-Zitate garantiert, besonderen Zugang zu Google behauptet, Platzierungen in ChatGPT-Antworten verkauft oder Hunderte KI-geschriebene Seiten plant. Jedes dieser Versprechen widerspricht dem, was Google oder OpenAI veröffentlicht haben. Du kannst die Aussage in wenigen Minuten selbst prüfen. Einer Präsentation musst du nicht glauben.
- Garantierte Positionen oder Zitate. Google sagt, dass niemand einen ersten Platz garantieren kann. Verspricht ein SEO den ersten Platz, sollst du dir laut Google jemand anderen suchen.
- „Von Google zugelassen“ oder „interne Google-Daten“. Google sagt, dass es Dienste Dritter nicht bewertet und dass kein Tool eines Drittanbieters Zugang zu seinen internen Ranking- oder KI-Systemen hat.
- Bezahlte Platzierung in ChatGPT-Antworten. OpenAI sagt, dass die Antworten davon bestimmt werden, was objektiv nützlich ist, niemals von Werbung. Anzeigen sind gekennzeichnet und von der Antwort getrennt.
- Seiten für jede Variante einer Anfrage. Google sagt, dass Inhalte für jede Fan-out-Anfrage, die vor allem KI-Antworten manipulieren sollen, gegen seine Richtlinie zu skaliertem Content-Missbrauch verstoßen.
- llms.txt als wichtigster Hebel. Die Google-Suche ignoriert llms.txt. Dort hilft und schadet die Datei nicht. Als Extra in Ordnung, als Strategie falsch.
- Gekaufte oder gestreute Erwähnungen. Google nennt unechte Erwähnungen weniger hilfreich, als es scheint. Gekaufte Links für das Ranking sind Link-Spam.
- Geheimniskrämerei. Google warnt vor Unternehmen, die verschlossen sind oder nicht erklären, was sie vorhaben.
Eine Aussage braucht Einordnung statt Ablehnung. Agenturen zitieren gern die GEO-Studie von Aggarwal und Kollegen, angenommen auf der KDD 2024, die einen Sichtbarkeitsgewinn von bis zu 40 % in Antworten generativer Suchsysteme meldete. Das ist ein Ergebnis auf einem Forschungs-Benchmark. Es zeigt, dass inhaltliche Änderungen wirken können. Für deine Website verspricht es nichts.
Welche Fragen solltest du im ersten Gespräch stellen?
Stell Fragen, die die Agentur zwingen, dokumentierte Fakten von eigener Erfahrung zu trennen und zu zeigen, woran sie einen Misserfolg erkennen würde. Google veröffentlicht eine Liste für die Auswahl jedes SEO, darunter welche Ergebnisse in welchem Zeitraum zu erwarten sind, ob alle Änderungen offengelegt werden und mit welcher Begründung. Ergänz vier Fragen speziell zur KI-Suche.
| Frage | Eine gute Antwort | Eine Warnantwort |
|---|---|---|
| Was prüft ihr zuerst? | Crawler-Zugang, Indexstatus, die Seiten mit Impressionen | Ein Redaktionsplan mit 50 neuen Artikeln |
| Welche eurer Methoden sind von Google, Bing oder OpenAI dokumentiert, und welche beruhen auf eurer Erfahrung? | Nennt Quellen, kennzeichnet Meinungen als Meinungen | „Unser proprietäres GEO-Framework“ |
| Woran würden wir nach 90 Tagen erkennen, dass es nicht funktioniert? | Eine Ausgangsbasis aus Search Console und Bing, vereinbarte Schwellenwerte | „KI-Sichtbarkeit braucht Zeit, vertrau dem Prozess“ |
| Legt ihr jede Änderung an der Website offen? | Ja, mit Änderungsprotokoll und Begründung | „Um die Technik kümmern wir uns“ |
| Wer schreibt, und wer prüft die Fakten? | Eine benannte Person. KI-Entwürfe werden vor der Veröffentlichung geprüft | Mengenziele, kein Prüfschritt |
| Welche Tool-Daten berichtet ihr? | Eigene Daten, dazu Tool-Trends mit ihrer Prompt-Stichprobe | Ein „KI-Sichtbarkeits-Score“ aus dem eigenen Tool |
Google rät außerdem zu prüfen, ob sich der Anbieter für dich interessiert. Ein guter SEO fragt, was dein Unternehmen einzigartig macht, wer deine Wettbewerber sind und wie deine Kunden dich finden. Ist das erste Gespräch ein Vortrag ohne Fragen, weißt du, wie das Projekt laufen wird.
Wie bewertest du konkurrierende Angebote?
Bewerte jedes Angebot anhand von acht Kriterien mit 0 bis 2 Punkten. Das Maximum liegt bei 16. Meine Faustregel: Jedes Warnsignal aus der Liste oben führt unabhängig von der Punktzahl zum Ausschluss. Ab 12 Punkten kommt ein Angebot auf die engere Wahl, unter 10 scheidet es aus. Die Matrix macht aus Eindrücken aus Verkaufsgesprächen einen Vergleich, den dein Team vertreten kann.
- Beginnt mit Zugang und bestehenden Seiten vor neuen Inhalten.
- Zitiert Primärquellen für Aussagen darüber, wie KI-Suche funktioniert.
- Kennzeichnet Experimente als Experimente.
- Berichtet eigene Daten aus Search Console, Bing und deinem CRM.
- Legt jede Änderung offen, mit Begründung.
- Versteht deine Käufer und hat im ersten Gespräch nach ihnen gefragt.
- Lässt dir die Kontrolle über Konten, Inhalte und Daten.
- Plant eine Übergabe, damit dein Team ohne die Agentur weitermachen kann.
Ein typisches Szenario mit drei Angeboten. Das erste bietet 40 KI-geschriebene Artikel im Monat und einen Dashboard-Score. Es erreicht 6 Punkte und garantiert eine „KI-Top-Platzierung“, scheidet also schon wegen des Warnsignals aus. Das zweite beginnt mit einer Prüfung der zehn Schlüsselseiten und berichtet aus der Search Console. Es erreicht 13. Das dritte erreicht 11, hat aber die stärkere Branchenerfahrung. Hier würde ich das dritte noch einmal einladen und die schwach beantworteten Fragen nachholen, bevor ich entscheide. 11 liegt nah genug an der Grenze, um ein weiteres Gespräch zu rechtfertigen.
Was sollte im Haus bleiben?
Im Haus bleibt alles, was festlegt, was über dein Unternehmen wahr ist: Positionierung, die Themen, die Käufern wichtig sind, die letzte Freigabe der Fakten und die Inhaberschaft jedes Kontos. Eine Agentur kann prüfen, entwerfen und umsetzen. Sie kann nicht wissen, was dein Vertrieb jede Woche hört. Und sie hält nie die Schlüssel zu deiner Search Console oder deiner Domain.

Die Kontoinhaberschaft ist konkret. Die Search Console kennt Inhaber, uneingeschränkte und eingeschränkte Nutzer, und nur Inhaber können Nutzer hinzufügen oder entfernen. Googles Rat für die Phase der Prüfung: nur Lesezugriff gewähren, keinen Schreibzugriff. Sorg dafür, dass eine Person aus deinem Unternehmen bestätigter Inhaber ist und die Agentur ein Nutzer, den du entfernen kannst. Google erinnert Websitebetreiber außerdem daran, dass sie für das Handeln jedes beauftragten Unternehmens verantwortlich sind.
Der andere Grund ist Wissen. Ich sag’s klar: Eine Agentur setzt um, versteht aber oft das Geschäft nicht. Ein Berater liefert Folien, die niemand umsetzt. Was du auch wählst, bau es mit deinem Team auf, damit das Wissen bei dir bleibt, wenn die externe Hilfe weg ist. In der KI-Suche zählt das mehr als sonst. Google, Bing und OpenAI haben ihre Dokumentation und Berichte allein 2026 mehrfach geändert, und jemand im Haus muss es bemerken.
Wie sollten die ersten 90 Tage aufgesetzt sein?
Starte mit einer bezahlten Phase mit festem Umfang von etwa 90 Tagen. Ein unbefristeter Retainer kommt danach, wenn überhaupt. Die Phase liefert eine Zugangsprüfung, die überarbeiteten Schlüsselseiten und einen Bericht zur Ausgangsbasis, mit einem Entscheidungspunkt am Ende. Wehrt sich die Agentur gegen eine kurze erste Phase mit messbaren Ergebnissen, ist auch das eine Information.
- Wochen 1 bis 2. Zugangsprüfung und Ausgangsbasis: KI-Impressionen pro Seite aus der Search Console, Zitate aus Bing, Anfragen, die einen Assistenten nennen.
- Wochen 3 bis 8. Überarbeitung der vereinbarten Schlüsselseiten, jede Änderung protokolliert, jede Tatsache von deiner Seite freigegeben.
- Wochen 9 bis 12. Arbeit an Entität und Erwähnungen, erster Vergleich mit der Ausgangsbasis, schriftliche Empfehlung für die nächste Phase.
Das ist ein Planungsrahmen, kein Richtwert. Inhaltliche Änderungen müssen neu gecrawlt werden. Der 90-Tage-Bericht zeigt deshalb die Richtung, kein Endergebnis. Bei der Entscheidung zählt, ob die Agentur getan hat, was sie zugesagt hat, und ob ihre Begründungen gehalten haben.
Wie prüfst du, ob die Agentur liefert?
Prüf die Agentur an eigenen Daten, die du selbst öffnen kannst. Der Bericht zu generativer KI in der Search Console zeigt Impressionen in AI Overviews und im AI Mode nach Seite, Land und Datum. Der Bericht AI Performance von Bing zeigt Zitate, zitierte Seiten und Beispiele für Grounding-Anfragen in Copilot und in den KI-Zusammenfassungen von Bing. Dein CRM zeigt, ob Anfragen KI-Assistenten erwähnen.
Tools von Drittanbietern für KI-Sichtbarkeit arbeiten mit Stichproben von Prompts. Die Zahlen hängen davon ab, welche Prompts sie ausführen. Google sagt, dass kein Tool eines Drittanbieters Zugang zu seinen internen Ranking-Daten hat und dass Prognosen allein die des Anbieters sind. Nutz solche Tools für Trends und lass dir von der Agentur die Prompt-Liste hinter jedem Diagramm zeigen. Das vollständige Berichtswesen steht im Leitfaden wie du organische und KI-Sichtbarkeit misst.
Brauchst du überhaupt eine eigene GEO-Agentur?
Meine Meinung: Die meisten B2B-Unternehmen brauchen neben ihrem SEO-Dienstleister keine eigene GEO-Agentur. Google behandelt die Optimierung für generative KI als Teil von SEO, und die Arbeit überschneidet sich fast vollständig: Zugang, Qualität der Seiten, Reputation und Messung. Zwei Agenturen an einer Website heißt für mich: zwei Berichte und niemand, der für das Ergebnis geradesteht.
Ein Spezialist lohnt sich in zwei Fällen. Dein bisheriger SEO-Dienstleister kann die Fragen für das erste Gespräch nicht beantworten. Oder du hast keinen SEO-Dienstleister und willst einen Partner, der Suche und KI-Antworten zusammen abdeckt. Zu den Begriffen selbst lies, was Antwortmaschinen-Optimierung (AEO) ist.
Was du diese Woche tun kannst
- Prüf, wer bestätigter Inhaber deiner Search-Console-Property ist. Ist es niemand aus dem Unternehmen, trag dich ein.
- Exportier eine Ausgangsbasis: KI-Impressionen pro Seite aus der Search Console und Zitate aus den Bing Webmaster Tools.
- Schreib die fünf Fragen auf, die deine Käufer am häufigsten stellen. Daran testest du jede Agentur.
- Schick jeder Agentur die sechs Fragen vor dem ersten Gespräch.
- Bewerte jedes Angebot anhand der acht Kriterien und streich alles mit einem Warnsignal.
- Bitte die Agentur auf der engeren Wahl um eine erste Phase mit festem Umfang von etwa 90 Tagen und einem Entscheidungspunkt.
- Benenn die Person in deinem Unternehmen, die Fakten freigibt, bevor etwas live geht.
Der Markt für KI-SEO-Leistungen ist jung, und das Vokabular bewegt sich schneller als die Belege. Dein Schutz ist einfach: Frag nach Quellen, behalt die Konten und urteile nach deinen eigenen Daten. Willst du vor der Unterschrift eine zweite Meinung zu den Angeboten, klären wir das in einem Momentum Workshop, einen Tag lang mit deinem Team.
Häufige Fragen
Was kostet eine KI-SEO-Agentur?
Für KI-SEO-Leistungen gibt es keinen verlässlichen öffentlichen Preisvergleich. Vergleich deshalb den Umfang, die Tagessätze sagen wenig. Frag, was genau die ersten 90 Tage liefern: eine Zugangsprüfung, wie viele überarbeitete Seiten, welche Berichte. Ein Angebot mit Ergebnissen und Entscheidungspunkt ist leichter zu beurteilen als ein monatlicher Retainer mit einem KI-Sichtbarkeits-Score.
Ist GEO etwas anderes als SEO?
Google sagt, dass die Optimierung für generative KI-Suche aus seiner Sicht weiterhin SEO ist. Der Begriff GEO stammt aus einer Forschungsarbeit von 2023 über generative Suchsysteme. In der Praxis teilen beide dieselbe Basis aus crawlbaren, indexierten, vertrauenswürdigen Seiten. Verkauft eine Agentur GEO als völlig eigene Disziplin, muss sie erklären, was sie tut, das gutes SEO nicht tut.
Kann eine Agentur mein Unternehmen in ChatGPT-Antworten bringen?
Eine Agentur kann sicherstellen, dass der Such-Crawler von OpenAI deine Seiten erreicht und dass diese Seiten Käuferfragen klar beantworten. Ein Zitat garantieren kann sie nicht. OpenAI sagt, dass ChatGPT-Antworten davon bestimmt werden, was objektiv nützlich ist, niemals von Werbung. Anzeigen sind gekennzeichnet und von der Antwort getrennt.
Sollte ich der Agentur Inhaberrechte in der Search Console geben?
Nein. Eine Person aus deinem Unternehmen bleibt bestätigter Inhaber. Die Agentur kommt als uneingeschränkter oder eingeschränkter Nutzer dazu, den du jederzeit entfernen kannst. Google rät, während einer Prüfung nur Lesezugriff zu gewähren. Inhaber können Nutzer hinzufügen und entfernen. Mit Inhaberrechten könnte die Agentur also den Zugang zu deinen eigenen Daten steuern.
Wann zeigt eine KI-SEO-Agentur Ergebnisse?
Korrekturen am Zugang können innerhalb von Tagen wirken. OpenAI sagt, dass Änderungen an robots.txt etwa 24 Stunden brauchen, bis sie in seinen Systemen ankommen. Überarbeitete Seiten müssen neu gecrawlt werden, inhaltliche Effekte brauchen nach meiner Einschätzung also Wochen bis Monate. Beurteil die ersten 90 Tage danach, ob die Agentur geliefert hat, was sie zugesagt hat, und ob sich die Ausgangsbasis in die richtige Richtung bewegt.
Quellen
- Google Search Central: Do you need an SEO?
- Google Search Central: Guidance on using third-party SEO tools, services, and advice
- Google Search Central: Optimizing your website for generative AI features on Google Search
- Google Search Central: Spam policies for Google web search
- Search Console Help: Manage users, owners, and permissions
- OpenAI: Our approach to advertising and expanding access to ChatGPT (January 2026)
- OpenAI: Overview of OpenAI crawlers
- Google Search Central Blog: Introducing Search Generative AI performance reports in Search Console (June 2026)
- Bing Webmaster Blog: Introducing AI Performance in Bing Webmaster Tools Public Preview (February 2026)
- Aggarwal et al.: GEO, Generative Engine Optimization (arXiv 2311.09735, KDD 2024)



